Fitness-Journey

Hallo ihr Lieben,

ich möchte heute ein Thema ansprechen, das mir sehr auf dem Herzen liegt. Und zwar wie alles mit dem ganzen Kram Fitness, Instagram etc. überhaupt begann, wie ich 15 kg abgenommen habe und wie sich das bei mir persönlich entwickelt hat und vor allem was ich heute darüber denke.

Ich selber war eigentlich nie richtig dick, vielleicht für eine Größe von 165 cm mit 68 Kilo etwas „mehr“. Durch die Pubertät, die Pille, das viele feiern gehen, den Gefallen am Alkohol als Jugendlicher, habe ich einfach ein paar Pölsterchen angelegt.

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Bis dahin war mir auch nicht bewusst was Kalorien sind. Wie viel man am Tag so isst, was sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette? Ok Fette kennt jeder irgendwie im Sinne von „die Pizza ist fettig“😀 aber da hörte mein Ernährungs-Know-How auch schon auf. Sport war für mich eher so Freizeit. Ich habe eine Zeit lang Tennis gespielt, war Tanzen, habe Handball gespielt usw. aber nie so extrem, dass ich dadurch wirklich abnehmen konnte.

Mein springender Punkt war dann der, als ich unbedingt ein Laufband haben wollte. Ich habe meine Eltern dann angebettelt es unbedingt zu bekommen und in mein Zimmer zu stellen, da sehe ich es jeden Tag und würde es somit auch benutzen! Da meine Eltern die besten Eltern auf der Welt sind, habe ich es bekommen! Damit fing ich dann an, zu Anfang erstmal immer nur kleinere Workouts zu machen und mich langsaaaam ans Joggen heranzutasten. Irgendwann schaffte ich es schneller und etwas länger.. stolz wie Oskar war ich, als ich 30 Minuten am Stück joggen konnte… Nebenbei hat mich dann der Ehrgeiz des sportlich und fit sein etwas gepackt und ich habe angefangen mich abends low-carb zu ernähren und habe vermehrt Obst, Gemüse sowie Fisch und Hühnchen abends gegessen. Irgendwann kamen die logischen Konsequenzen Hand in Hand: Sport & gesündere Ernährung (Kaloriendefizit) = abnehmen! Diese Mini-Erfolge auf der Waage haben mich motiviert immer weiter und weiter zu machen.

Nebenbei zeigte eine Freundin in der Uni mir dann Instagram. „Mach dir das auch mal Miri, da gibt es voll die coolen Motivations-Seiten für Sport“. Vorlesung war eh langweilig, also gesagt – getan… mir wurde Instagram runtergeladen (Danke liebste Jasmin)! Zu Anfang bin ich bei Instagram aber lediglich diesen Seiten wie Motivationwall oder Fitspoooo gefolgt, also keine realistischen Menschen mit denen man sich eigentlich vergleichen sollte, sondern nur Traumbodys und Sätze wie „no excuses“, „every workout is better than no workout“ , „nothing tastes as good as beeing fit feels“ und so weiter… Es gab zwei „menschliche“ Accounts welchen ich zu dem Zeitpunkt folgte. Und zwar die Vanezia_Blum und die Melinaesmeralda:) Ich habe dann einfach Lust und Gefallen daran gefunden, meine unprofessionellen Bilder dort hochzuladen und habe mich richtig mit diesem Fitness-Lifestyle identifiziert irgendwann.

Natürlich ging auch dieser Weg nicht ohne einen Hänger. Ich habe immer mehr gemerkt wie schön man mit Sport und gesunder Ernährung abnehmen kann. Bis ich dann irgendwann bei 53 Kilo war.

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Ich selber sah natürlich, dass ich jetzt dünner war, aber bedenklich war es für mich nicht. Immerhin ist man selber immer in der Position, dass man die harte Arbeit und seinen Willen mehr im Spiegel sieht, als das was man eventuell tatsächlich gerade sehen sollte. Meine Familie und Freunde haben mir natürlich immer gesagt „boa du wirst so dünn..“ Ja Ja, bla bla… Aber als zu dem Zeitpunkt mein damaliger Freund gesagt hat „Sobald da eine 2 vor dem Komma steht, gibt es Ärger!“, hat sich bei mir im Kopf irgendwas getan. Da er sehr gerne gegessen hat und sich oft Essen bestellt hat, habe ich vermehrt mitgegessen und die Zügel etwas lockerer genommen. Irgendwann habe ich mich dann mit ihm im Gym angemeldet und bin von meinem ständigen Cardio weg, zu einem Mix aus Cardio, Kursen und Krafttraining gekommen. Dieser Mix, meinen Körper mal anders zu fordern, wurde auch von mehr Hunger und anderen Ess-Gewohnheiten begleitet. Ich probierte bis heute viel aus, was auf Instagram gerade eine Welle gemacht hat. Ich sehe das aber nicht als negativ oder als Fehler. Denn von allen neuen Erfahrungen habe ich gelernt, mir das Wissen angeeignet was ich heute habe und mich entwickelt. In dem Zeitraum bis heute schwankt mein Gewicht jetzt immer so zwischen 55 und 58 Kilo.

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Wie schon gesagt, die Zügel lockerer lassen! Das ist ein großes Stichwort was ich euch auch ans Herzen legen möchte. Ich persönlich sehe Sport und gesunde Ernährung als festen Bestandteil meines Lebens. Aber ich kann damit heute auch nur so gut umgehen, weil ich auch einen langen Weg bis hier hin gegangen bin. Damit meine ich, dass ich für mich alle Facetten die dieser neue Fitness-Wahn mitbringt, einmal selber durchlebt habe. Von „ich tracke meine Kalorien bis ins Detail“ und „bloß keine Carbs am Abend“, bis hin zu einfach alles genießen.

Ich selber merke dann aber auch, dass einfach alles genießen auch in Maßen gehalten werden muss. Natürlich sollte man sich nicht zu viele Gedanken um sein Essen machen, wenn ich aber alles an Schokolade und Kuchen essen würde, was ich gerne möchte, würde ich mich irgendwann in meinem Körper nicht mehr wohlfühlen… Und andersrum ist es mit Verzicht auf Essen. Ich hätte vielleicht einen, für mich, besseren Körper. Dennoch wär ich unglücklich mir Dinge, die mir sehr gut schmecken für immer verbieten zu müssen.

Wie ihr seht, ist der Grad eines gesunden Fitness-Lifestyles sehr sehr schmal. Und man kann niemandem die Wunder-Formel, die genaue Kalorien-Angabe oder Makro-Verteilung bieten, um Körper XY zu erreichen. Man kann seine eigenen Erfahrungen lediglich teilen, Tipps geben und eine Motivation sein! Aber wie ihr leben wollt, entscheidet ihr für euch selber! Und hier ist es extrem wichtig, auch auf Intagram & Co., nicht nur die unter-Druck-setzenden-perfekten-Seiten im Kopf zu haben und sich „zu vergleichen“ mit jemandem, sondern die Kraft von Accounts, die man mag, zu nutzen und in positive Energie der Motivation und Inspiration umzuwandeln!

Nicht „boa wie macht die das nur, genau den Körper will ich auch! ah die geht jeden Tag 2 Stunden trainieren, dann mach ich das auch!“ NEIN! sondern: „boa die ist so eine Motivation, dass man für SEINE Ziele kämpfen muss, ich kämpfe jetzt auch für MEIN Ziel!

Ich hoffe ihr habt bis hier unten durchgehalten!

Eure Miri

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